BYOA: Erklärung und Rückblick auf die letzten 8 Monate

Schon fast ein Jahr ist es her, seit ich diesen Blog registriert habe – mit großen Plänen und Visionen. Trotzdem, immer noch gähnende Leere. Dabei hat sich rollenspieltechnisch einiges getan: Es wurde viel gespielt, gebaut, gefeilt, neue Ideen und Erfahrungen wurden gesammelt. Es wird also allerhöchste Zeit, dass wir euch ein bisschen daran Teil haben lassen und nicht zuletzt diverse Zettelhaufen und schwammige Erinnerungen für uns selbst in zeitbeständigere Form packen.

Seit Juli 2015 funktioniert meine Rollenspielrunde nicht mehr im herkömmlichen Sinne. Mein Studium geht dem Ende zu und mir fehlt mehr und mehr die Zeit und Energie für jede Woche eine Rollenspielrunde vorzubereiten. Außerdem muss ich zu meiner Schande gestehen, dass mir die üblichen Verdächtigen mehr und mehr zu den Ohren heraus hingen.

Deswegen ist unser wöchentlichen Rollenspielslot jetzt mit BYOA, „Bring your own adventure“ belegt. Gedacht ist das Ganze so: Jedes Mitglied der Spielgruppe bereitet hin und wieder einen Abend vor, gerne auch in einem neuen System und leitet (oder bei spielleiterfreien Systemen ‚organisiert‘) einen Abend für die Anderen. So kann jeder mal Spieler sein und die Arbeit lastet nicht nur auf zwei Schultern. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass es kein Problem ist, wenn mal jemand einen Abend nicht kann, oder vielleicht auch nur ab und zu mal kommen möchte.

Ein guter Teil des Inhalts dieses Blogs werden vermutlich Spielberichte und Systemtests sein, die BYOA-Abende kommentieren. Ich fange vermutlich an damit, das „Archiv“ durchzuackern, durchsetzt von aktuellen Spielberichten. Damit das Ganze übersichtlich bleibt, fange ich mit den Berichten erst im nächsten Post an.

Zum Abschluss bekommt ihr aber noch ein paar Gedanken zu dem neuen Rollenspielmodus:

Wie gut funktioniert das Ganze? – Gerade Stammmeister sind vermutlich nicht überrascht über die Beobachtung, dass ich immer noch etwa die Hälfte der Runde meistere. Klingt aber schlimmer als es ist, in meinen Augen klappt das Ganze sogar sehr gut. Die (in meinen Augen größten Erfolge):

  • eine ausgezeichnete neue Meisterin: SickPuppy. Gut, sie meisterte auch vorher schon ein paar Mal, aber wirklich losgelegt hat sie aber an unseren Donnerstag-Abenden. Inzwischen etwa 2/3 unser Encounter mit dem Lovecraft-Mythos gehen auf ihre Kappe – danke dafür an dieser Stelle!
  • einen „Meister-Neuling“ aus der Reserve gelockt. cryptica hatte über die letzten 2 Jahre unregelmäßig die John Sinclair-Kampagne (Näheres dazu sicher noch!) für einen gemeinsamen Freund und mich gemeistert. Inzwischen hat er FATE für sich entdeckt und bescherte uns einige tolle Abende mit „Eis&Dampf“ 🙂 (auch dazu sicher noch Näheres)
  • 13 Systeme auf 28 Spielabende verteilt in den letzten 8 Monaten
  • allgemein gesteigertes Interesse am Spielleiten bei den Spielern, ich werde demnächst für 2 Monate aussetzen, ich bin mal gespannt, wer sich dann noch traut 🙂

Erst Monate später stellte ich fest, das ein ähnliches Konzept auch vom Münchner Rollenspieltreffen betrieben wird – und das schon seit über 10 Jahren! Insofern ist die Idee nicht besonders neu, aber für chronisch überlastete und/oder chronisch neugierige Meister kann ich den Modus nur empfehlen.

Irgendwelche Nachteile? – Klar. Sich in ein neues System einzuarbeiten dauert immer etwas, sich mit einem neuen Charakter wohlzufühlen ebenso. Ist also gar nicht so einfach, sich jede Woche auf etwas Neues einzustellen. Und manch einer vermisst vielleicht auch den guten, alten Kampagnenmodus mit Charakterentwicklung, „aufleveln“ und was eben so dazu gehört. Zumindest in meiner Runde relativiert sich das Ganze aber ein bisschen. Für Call of Cthulhu haben wiederkehrende Charaktere und eine fortlaufende Handlung, andere Systeme wie Eis&Dampf oder Shadowrun werden, in unregelmäßigen Abständen, mehr oder weniger fortlaufend gespielt.

Sehr viel mehr fällt mir nicht mehr ein, was sich zu dem Thema noch mitteilen lassen ließe. Sollte es Fragen, Unklarheiten oder Kommentare geben, immer her damit!

 

 

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